Ein Tag im Leben eines thailändischen Kautschukbauern

In Thailand konnten wir insbesondere durch unsere MAM Friends den Anteil der erneuerbaren Materialien auf fast 40 Prozent steigern. Kautschukbauern wie Uthan Bunglesin leisten dazu einen entscheidenden Beitrag.

Es ist tiefe Nacht im dichten thailändischen Kautschukwald, für Uthan beginnt ein neuer Arbeitstag. „Die ertragreichste Erntezeit ist von Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden“, erklärt der 39-Jährige. „Das Wichtigste ist Geduld.“ Der milchige Naturlatex wird durch Anritzen der Kautschukbaumrinden gewonnen und später zur Weiterverarbeitung aufbereitet. Uthan Bunglesin arbeitet nun schon seit fast 15 Jahren mit den Gummibäumen und lernt immer noch dazu. „Anfangs hat mir mein Schwager viel über das Equipment und die Arbeitsweise beigebracht. Es braucht viel Fachwissen, um die Bäume möglichst lange zu erhalten“, sagt er. „Für mich ist es ein Familienerbe: Ich konnte jahrelang zusehen und jetzt ernte ich selbst – das macht mich stolz.“

Für MAM in Wald und Werk

Im Jänner 2016 hat Uthan sich bei der MAM-Gesellschaft Thaimed beworben. Seitdem arbeitet er nicht nur als freier Dienstnehmer für MAM in der Kautschukzulieferung, er ist außerdem im Werk in Hat Yai tätig: im Bereich Instandhaltung und bei Bedarf als Mitarbeiter in der Latexproduktion, wo er bei der Herstellung der Gipsformen für die MAM Friends mithilft. Anders als die Arbeit mit den Kautschukbäumen, die während der Regenzeit und im Sommer pausiert, gibt es in der Produktion immer etwas zu tun. „Meine Arbeitswoche dauert von Montag bis Samstag“, erzählt der MAM-­Angestellte. „Alle sind sehr freundlich und fürsorglich hier, und was ich zu sagen habe, findet immer Gehör. Meine Frau und viele meiner Verwandten arbeiten auch hier. Diese Firma ist wie eine Familie für uns.“

 

Alle gewinnen

Abseits von seiner Arbeit bei MAM verbringt Uthan seine Freizeit gerne mit seiner achtjährigen Tochter Natchaya, die seit Kurzem eine nahegelegene Schule besucht. Die beiden schauen gemeinsam Cartoons, zeichnen oder gönnen sich auch mal ein Nickerchen. Der Vater brachte seiner Tochter auch einen der frisch erzeugten MAM Friends mit nach Hause. „Sie ist natürlich zu alt für Beißringe, aber sie spielt damit wie mit einer Puppe. Manchmal muss der Friend auch als unser Haustier herhalten“, lacht der sympathische Thailänder. Als Latexbauer und Werksmitarbeiter wünscht er sich, dass Menschen weltweit die MAM-Produkte kaufen: „Die Eltern profitieren von der Qualität, die Hersteller und auch wir Angestellten verdienen durch den Verkauf – ein Win-win für alle!“